home again...

Freitag, 09.09.2011

Der Flug in die Nacht verging mit Essen, Film und schlafen relativ schnell. Frankfurt erwartete uns mit 20 Grad und Regen.

Es dauerte ziemlich lange bis wir durch die Passkontrolle und wieder mit dem Bus-Shuttle im Mercure in Raunheim waren. Dort verabschiedete ich mich von Ralf, er fuhr nach Norden und ich nach Süden.

Die Autobahnen waren zu. Auf der A5 30 km Stau. Auch die Umleitungen waren überfüllt und aufreibend. Statt 1,5 Stunden verbrachte ich über drei Stunden auf der Autobahn.

Die Heimat empfing mich dafür mit einem saftigen Grün und blauem Himmel.

Zu Hause erwarteten mich Corinna und Giovanni mit einem riesigen Strauß Blumen. Da kommt frau doch gerne nach Hause.

 

Abschied nehmen... 10 miles

Donnerstag, 08.09.2011

Heute Morgen standen wir recht früh auf, packten unsere Sachen und gingen das letzte Mal in L.A. frühstücken.Wie üblich war ich noch satt vom Vorabend und begnügte mich mit zwei Tassen Kaffee... mit Tax und Trinkgeld legte ich da 9 Dollar hin - Amerika ist ein teures Pflaster.

Ein letztes Mal tanken, dann gings auf zu Eaglerider

Der Angestellte von Eaglerider lobte mich wie locker flockig ich auf den Hof gefahren wäre. Nach Abchecken der Maschine, welche keinen neuen Kratzer aufwies, war er voller Begeisterung, dass ich die weite Strecke ohne "Sturz" hinter mich gebracht hatte... das eine Mal Umfallen band ich ihm nicht auf die Nase... :)

Etwas Wehmut befiel uns, alles in allem war es eine tolle Tour und obwohl wir uns auf zu Hause freuten, machte uns der Abschied von unseren Maschinen etwas traurig.

Ein Taxi brachte uns zurück zum Sea View Inn, wo wir bis zum Abflug unser Gepäck unterstellen konnten. Wir hatten noch einige Stunden Zeit, die wir am Strand verbringen wollten. 

Ein Abstecher im Wasser ließ die Möven Gang mutig werden und sie machten sich über unsere Chips Tüte her.

Die Chips schmeckten anschließend ziemlich fischig und sandig.                                     Die Möven beschwerten sich lautstark, dass wir ihnen nichts mehr von den Chips abgeben wollten.

Am Flughafen kamen wir dann ziemlcih pünktlich, aber nicht wirklich "chic" an. Das Gesicht war verbrandt, die Haare etwas klebrig vom Meersalz und die Kleidung war absolut nicht "Business" mäßig.... trotzdem hatten wir ein nettes Plätzchen im Flieger. Dieser startete in den Sonnenuntergang und wir konnten den Beach, wo wir uns tagsüber einen Sonnenbrand holten, von oben betrachten. 

 

back to L.A. ... 120 miles

Mittwoch, 07.09.2011

Die Sonne begrüßte uns heute morgen mit warmen Strahlen. 

Wir hatten echt eine gute Lodge in Santa Barbara erwischt und das Frühstück war erste Sahne.

Bärle machte es sich für seine letzte Tagestour bequem. Der Weg nach L.A. sollte ca. 100 Meilen betragen.

Der Weg über den Highway 1 führte zum größten Teil über die 101. Der Pazifik war azurblau und es blies uns eine frische Brise entgegen.

In Ventura machten wir einen kurzen Abstecher ans Pier, wir wollten rechtzeitig in L.A. sein, evtl noch einen Abstecher machen nach Berverly Hills und das Hollywood Boulevard und dann ein Hotel am Strand suchen. 

Doch wie schon öfter auf dieser Tour kam es anders als geplant. 25 miles vor Santa Monika kamen wir in einen Stau.

Nun brannte die Sonne wieder ohne Erbarmen auf den Highway und das ständige stop and go setzte meiner Heri wieder dermaßen zu, dass sie wieder das Spuken anfing. Ich konnte nicht im Stau bleiben und scherte langsam auf den Parkstreifen aus und begann die Autos zu überholen. Ralf folgte mir. Nach ca. 2 Stunden hatten wir irgendwo L.A. erreicht, wußten aber nicht wo wir waren. Die Straße entlang des Oceans war gesperrt. Wir schalteten das Navi ein, doch dieses wollte uns immer wieder auf den gesperrten Ocean Drive zurückführen. Wir zogen die Karte zu Rate und ah - wir mußten auf den Highway 405 um in Richtung Flughafen zu kommen. Doch... die Auffahrt zum Highway 405 South war auch gesperrt. Mit vielen haarsträubenden Wendemanövern gelangen wir dann doch irgendwie in Richtung Flughafen und fanden mit Hilfe des Navis eine nette Bleibe am Manhatten Beach.  Von einer Spritztour nach Beverly Hills und zum Walk of Fame wollte wir nun nichts mehr wissen.

Im Sea View Inn parkten wir unsere Harleys zum letzen Mal, morgen Früh werden wir sie zu Eagle Rider zurück bringen.

Meine Schuhe haben auch etwas unter der Tour gelitten, es sieht grad so aus als sein ich die 3.200 Meilen gelaufen und nicht gefahren...

Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Strand. Welcher für L.A. Verhältnisse relativ leer war, es waren hier wohl mehr Vögel als Menschen zu finden. Surfer versuchten auf den Wellen ihr Glück, aber es schienen alles Anfänger oder die Wellen zu klein zu sein. 

So ein Nickerchen am Strand bei abkühlender Abendsonne war ein verdienter Ausgleich zu den vielen unnötigen Stunden im Stau.

 

gemütlich ... 220 miles

Dienstag, 06.09.2011

Der Tag in San Simeon begann kalt und neblig, das Frühstück war nicht wirklich gut, aber eigentlich war ich noch satt vom Abendessen. Mein Gesicht brannte, ich hatte es wegen der Kälte nicht mit Sunblocker eingecremt und hatte nun den Salat... Sonnenbrand und das nach zwei Wochen Sonne, kaum zu glauben bei der Kälte. Ich zog wieder fünf Schichten auf einander an, ausziehen war besser als frieren.

Den schönsten Teil des Highway  South hatten wir hinter uns. Aus den engen Kurven der Steilküste wurden gerade bis and den Horizont reichende Strassen, die durch weite Obst und Gemüsefelder führten.

Es roch nach Erdbeeren und Kraut, je nachdem was gerade geerntet wurde. Aus den Feldern wurden Weinberge, ups, Weinberge ist wohl das falsche Wort - Weinebenen - Weinfelder, wie sagt man zu flachen Rebenanlagen? Die Sonne Kaliforniens ist trotz der Kälte so stark, dass sie die Trauben auch ohne Steilhänge reifen läßt und der Kalifornische Rotwein ist sehr fruchtig, dick und von tiefroter Farbe. Er ist richtig gut. 

Der Weg führte uns nach Solvang, einem schönen Dänischen Dörfchen das ich von der letzten Tour kannte.

Schmucke, liebevoll bis ins Detail hergerichtete Häuschen zierten die Straßen. Es gab alle Sorten Brot in den Auslagen, so wie wir diese aus unseren Deutsch Backstuben kennen. Und selbst der Subway sah von außen aus wie eines der kleinen schmucken Häuschen. Die Inneneinrichtung und das Essen waren allerdings wie überall auf der Welt. 

Zur Erinnerung an die letzte Tour mußte ich auch einen kurzen Abstecher zum Heidelberg Inn machen, wo wir vor zwei Jahren eingekehrt waren.

Weiter ging der Weg nach Santa Barbara, wo wir nach etwas Suchen mit Hilfe des Navis eine tolle Unterkunft im Coast Village Inn gefunden haben.

Nachdem wir das Gepäck abgeladen hatten machten wir uns sogleich auf den Weg in das Zentrum  Santa Barbaras, Hier konnten wir am Cabrillo Boulevard den Sonnenuntergang erleben. Es war ein echtes Schauspiel wie sich das Meer langsam im Rot der untergehenden Sonne spiegelte. Die Pelikane schossen aus der Luft wie Pfeile in die See um Beute zu machen. 

In dem lauschigen Restaurant neben dem Hotel ließen wir den vorletzten Abend unserer Tour ausklingen.

...

 

Traumstrasse Highway 1 ... 200 miles

Montag, 05.09.2011

Heute morgen war echt sau kalt, Es hatte grad mal 12 ° C der Himmel war bewölkt. Aber es regnete nicht. Vor zwei Jahren waren wir hier richtig nass geworden und ich hatte nicht die beste Erinnerung an den Highway 1 South.

Eigentlich war ich nicht auf so frische Temperaturen eingestellt, wir hatten Hochsommer. Zwei Shirts, ein Pullover und die Lederjacke konnten die eisige Kälte nicht abhalten. Wie beneidete ich da Ralf um die vor einer Woche noch belächete Allwetterkleidung mit doppeltem Membransystem. Und Handschuhe hatte ich nur die coolen Shopper, mit ausgeschnittenen Fingern. Meine Finger waren nach einer halben Stunde Fahrt wie abgefroren.

Der Highway One führte uns in Richtung Santa Cruz. Der Himmel begann sich etwas aufzulichten aber warm werden wollte es nicht.

Selbst Bärle war am frieren.

Zwischendurch wärmten wir uns an einer Tasse Kaffee und den weingen Sonnenstrahlen die uns durch diesige Wolken erreichten.

In Monterey lachte die Sonne, wenngleich es immernoch sau kalt war.

Das Bellen der Seehunde und das Gerangel um einen Platz an der Sonne war überall zu hören.

Es war einfach herrlich, Monterey zeigte sich von seiner sonnigen Seite und halb Amerka genoss dies. Menschenmengen überall wo es scnön war. Auch Carmel war kein Platz zum verweilen, weil wir ewig in der Warteschlange um einen Parkplatz standen.

Wir wollten auf den Highway 1 South zurück, verpassten allerdings die Ausfuhr und mussten an einer ziemlich blöden Stellen umdrehen. Die Stelle war sehr abfallend und beim Wenden bekam meine Heri, die den ganzen Tag schon wieder Zündungsprobleme hatte, Übergewicht und drohte zu kippen. Ich versuchte sie zu halten, konnten allerdings die Kraft für diese beladene Maschine, die sicherlich ihre 360 Kilo hatte, nicht halten und kippte mit samt der Maschine um. Da lag ich nun, ein Bein unter der Maschine und versuchte micht auf zu rappeln. Ich schaffte dies auch mit eine ledierten Knie - es war ausgerechnet das mit dem operierten Kreuzband - aber die Maschine konnte ich alleine nicht aufstellen.Ralf kam mir zu Hilfe, aber auch er mußte seine Road King an einer anderen Stelle abstellen, da dies zu abschüssig war. Gemeisam brachten wir die Heri wieder auf die Räder, sie schien keinen Schaden erlitten zu haben, nur mein Knie war etwas angeschlagen, was sich jedoch im Laufe des Tages etwas besserte. Nochmals Glück gehabt.

Wir verbrachten wir sehr viel Zeit auf der kurvigen Strecke, die schönste des Highway 1. Welche auf ca. 65 Meilen nur aus Kurven entlang der Steilküste besteht. Traum eines jeden Bikers. Jede Kurve schien eine besser Aussicht Preis zu geben und so hangelten wir uns von View Point zu View Point. Es gibt keine Übernachtung bis San Simoen. Dies wußte ich noch von vor zwei Jahren, also versuchten wir die verbleibenden 100 Meilen von Monterey bis San Simeon hinter uns zu bringen.

Endlich kam das Ortschild San Simeon. Ralf wartete hier auf mich, doch wo war der Ort? es war alles so unbekannt. Kein Hotel, nur ein Camping Platz... haben wir den Ort verpaßt? Das kann nicht sein, auf dem Highway 1 gibt es keinen Abzweig. Ich schaltete das Navi ein. Der Ort liegt noch ca. 5 km vor uns.

Die Seehunde suchten im aufgewärmten Sand nach den letzen Sonnenstrahlen.

Und wir erreichten das Days Inn in San Simeon mit dem Sonnenuntergang. Erinnerungen wurden wach, hier war ich vor zwei Jahre mit meinen Kraichtaler Freunden gewesen. Wie erfreute sich Franz damals an seinen Crab Legs ... vor einem Jahr haben wir ihn zu Grabe getragen....

Genieße jede Stunde deines Lebens, du weißt nicht was der Morgen bringt....

Happy Birthday Uli !!!

Let's go to San Francisco .. 220 miles

Sonntag, 04.09.2011

bei uns hieß es... let's go through San Francisco...

Nachdem wir gestern Abend so spät Quartier gefunden hatten, ließen wir es heute morgen etwas gemütlicher angehen. So war es bereits halb elf bis wir Merced verließen. Da wir ja bereits 60 miles vom Yosemite entfernt waren, begrub ich meinen Traum, die uns noch unbekannten Highlight des Parks zu besuchen ( für man(n) sieht ja eh ein Felsen aus wie der andere...)

Auf dem Highway 99 fuhren wir bis kurz vor Stockton, da wir San Francisco von Norden aus über die Highway 1 anfahren wollten. Kurz vor Stockton verließen wir den Highway und fuhren mit Hilfe meines Navigon apps über Land in Richtung Westen. Riesige Kürbis- und Tomatenfelder säumten die Straße und XXL Erntefahrzeuge versorgten die reifen Tomaten.

Die Tomaten die unten im Anhäger liegen müssen ja bereits Ketchup sein bevor sie abgeladen werden...

Auf beiden Seiten der Straße ware großekünstlich angelegte Bewässerungsgräben und Seen zu sehen.

Weite hügelige Weiden mit dürrem Gras lösten die Felder ab. Eine kinogleiche Ranch löste die andere ab.

Der sonntäglich gekleidete Rancher empfahl uns unbedingt die Redwoods zu besuchen. Da diese aber ca. 300 Meilen nördlich von San Francisco liegen,.passte dies leider nicht mehr in unseren Zeitplan.

Wir näherten uns mehr und mehr San Francico. Wunderschöne kleine Häuschen zierten die Vororte. Schön gepflegte Gärten und Hofeinfahrten - heile Welt im Vergleich zu den Indianderreservaten.

Die Zeit verstrich auf den kleinen Vorortstrassen und so beschlossen wir die östliche statt der nördlcihen Zufahrt zu wählen. Oh je,wir hatten Sonntag - halb Amerika war auf den Beinen.  Wie üblich alles in XXL, auch die Staus. Wir brauchten eine Stunde über die Oaklay Bridge.

Da Ralf eigentlich nur einmal über die Golden Gate fahren wollte, gingen wir sofort auf den Highway 101, der über die weltbekannte Brücke führt. Chaos pur, unvorstellbar was sich hier an Fahrzeugen Meter für Meter vorwärts schob.. Ich konnte Ralf verstehen, der Verkehr machte keine Lust, mehr von der Stadt zu sehen. Auf der Golden Gate wurde schlagartig das Wetter schlecht, wir standen im Nebel bei gefühlten 15 °C. Ich hätte vor einer Woche nicht gedacht, dass ich noch so frieren werde.

Ich frohr zwar, abermeine Heri war durch das viele anfrahren und bremsen und wieder anfahren heiß gelaufen. Ganze 2500 Meilen ist sie gelaufen wie ein Uhrwerk und selbst die fast 50°C bei Blythe hatte sie locker weg gesteckt. Immerwieder ging sie aus, wenn ich das Gas wegnehmen musste und sie war kaum wieder zu starten.  Die kurze Pause auf dem Golden Gate View Point tat ihr merklich gut.

Ok, Kiste an und raus aus der Stadt. Welche Abfahrt nehmen wir zum Highway no 1? Als wir die Karte genauer studierten, stellten wir fest, dass wir die Golden Gate von Süden nach Norden befahren hatten, da wir nach Süden wollten, mussten wir durch das ganze Chaos wieder zurück. Na Raf, jetzt darfst die Brücke sogar zweimal fahren :)

Der Rückweg war etwas leichter, wenngleich sehr zeitaufwendig und wir beschlossen Quartier zu suchen, sobald wir die Stadt verlassen hatten. Half Mooon Bay schien uns dafür geeignet. Wir waren durchgeforen, hatten Hunger und waren hundemüde. Zimmer gab es genug, aber die Preise dafür waren jenseits von gut und böse. Wir suchte zwar noch eine Weile nach einer günstigeren Lösung, gaben letztendlich aber auf.

Eine echt tolle Pizza Mexikanische Art entschädigte mich für die Strapazen der letzten Stunden und wärmte von innen auf.

langer Tag ... 260 miles

Samstag, 03.09.2011

Der Tag begann recht gemütlich mit einem Frühstück. Sogar der Kaffee schmeckte, was
in USA eher die Ausnahme ist. Die Nacht war sehr frisch gewesen und ich hatte
das erste Mal gefroren. Das Thermometer zeigte schlappe 10 Grad Nachttemperatur
an und für den Tag waren frische 25 Grad vorausgesag.

Unser bayrischer Skilehrer gab uns Tipps bezüglich unserer Strecke. Wir sollten auf
den Freeway 395 zurückkehren und beim Lake June einen Abstecher machen.

Wie üblich war die amerikanische Beschilderung so gut, dass wir erst einmal den bzweig  verpassten.Macht nix, dann fahren wir eben ein Stück zurück. 

Und es lohnte sich. Die kleine schmale Straße führte an idyllischen tiefblauen Seen vorbei, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Einmal tief zwischen Tannen verborgen, einmal von Felsen und Birken eingerahmt oder mitten in einer kragen Umgebung, welche mit niedrigen, gelben und grünen Sträuchern gesäumt war.

Zurück auf der 395 wollten wir noch einen Umweg über die Geisterstadt Bodie machen.

Bodie lebte vom Goldrausch und etliche Millionen Dollar wurden hier aus der Erde geholt. Mit dem Ende des Goldes war der Untergang von Bodie besiegelt. Die Einwohner verließen fast fluchtartig den Ort.

 

Wie es sich für eine Geisterstadt gehört, führte eine staubige Schotterpiste über einige Meilen zur Stadt. Ich hatte schwere Bedenken ob nach diesen Gerüttel und Geschüttel noch alle Schrauben an der Harley festsaßen. Der Staub verstopfte mir Augen und Nase und ich hatte sofort wieder meinen Husten. Die Harleys und unsere Klamotten waren mit einer grauen Staubschicht bedeckt. Eine echte Abenteuer Strecke. 

Dieser seht interessante Ausflug lies uns recht spät in Richtung Yosemtie Park fahren.
Heute würden wir den Park wohl nicht ganz schaffen, aber wir waren gut in der
Zeit und so könnten wir den Rest morgen machen.

Vorbei gings am idylischen Monolake und hier stellten wir schon fest, dass scheinbar alle Amerikaner unterwegs waren, Urlaubszeit und Wochenende...

Der Aufstieg zum Tioga Pass war schnell und lockte mit einer herrlichen Aussicht auf Tal und Berge. Unvermittelt standen wir dann auch auf der Passhöhe, die 9945 feet
(ca.3.300 Meter) beträgt.

Die Aussicht war unbeschreiblich und irgendwie erinnerte es an unsere Alpen.

Mit dem Tioga Pass hatten wir den Eingang in den Yosemite National Park erreicht.Ein Paradies für Wanderer, Mountainbiker, Kletterer und Camper. Wir waren jedoch ruhigere Idyllen gewohnt und so störten uns die langen Autoschlangen und die überfüllten Parkplätze.

Der Park an sich ist sehr schön, aber er war absolut überlaufen. Lange Strecken führten durch den Wald zum nächsten Aussichtspunkt und das war ziemlich ermüdend. 

Die Zeit blieb ziemlich schnell auf der Strecke. Eigentlich wollte ich bis zum Half Dome, dem Wahrzeichen des Parks durchfahren. Ralf meinte aber es sehe hier eh ein Felsen aus wie der andere und konnte meiner Idee nichts positives abgewinnen. Da wir im Park keine Übernachtungsmöglichkeit fanden und es bereits 18 Uhr war, beschlossen wir den Park über den Westausgang zu verlassen und morgen nochmals wieder zu kommen....

Wie schon gesagt, halb Amerika schien sich hier in der Gegend versammelt zu haben... es waren keine Zimmer zu bekommen. Wir fuhren weiter bis El Portal ... alles ausgebucht. Auch weitere 10 Meilen weiter auf dem Freeway 140 war nichts zu bekommen. In der nächsten Stadt, die dann weitere 20 Meilen auftauchte: "Oh wir haben hier ein Fest übers Wochenende, seit 3 Monaten ist hier alles ausgebucht". Dem Mann in der Lobby taten wir leid, abgekämpft, schmutzig, schlecht gelaunt und es war bereits dunkel. Er telefonierte und telefonierte um ein freies Zimmer für uns zu bekommen. Uns war zwischenzeitlich alles egal, Hauptsache ein Platz zum Schlafen. In der 30 Meilen entfernten Stadt Merced konnte er endlich fündig werden und reservierte für uns.

Es war bereits weit nach neun Uhr als wir hier ankamen... Das Stimmungsbarometer ist unter NULL.   

 

bye bye Mexican girl... 290 miles

Freitag, 02.09.2011

Wir verbrachten einen schönen Abend so mitten im Nichts, es war unser letzter gemeinsamer Abend und wir beschlossen eine ähnliche Tour irgendwann in Mexico zu machen...Die Nacht hatte ziemlich abegekühlt, aber die Sonne brannte schon heiß morgens um neun - wir machten uns auf den Weg durchs Death Valley, was eine Woche zuvor noch unmöglich gewesen wäre, weil hier die Temperaturen irgendwo bei 56 °C im Schatten gelegen hatten... Das Death Valley zeigt eine ganz andere Seite unsere Natur, salzig und leblos, aber nicht tot...Badwaters ist der tiefste Punkt in den USA mit 80 Metern unter dem Meeresspiegel. Es war echt beeindruckend, bei ca. 2000 Höhenmeterm waren wir in das Tal des Todes hineingefahren und nach ca. 50 Meilen waren wir auf einer salzige Ebene unter dem Meeresspiegel angelangt. Trotz der Hitze gab es bei Badwater noch eine sehr salzhaltige Wasserstelle, in welcher kleine Lebenwesen schwammen .. also nicht tot.

 Die Temperaturem waren heute im Death Valley weitaus angenehmer als vor einer Woche in Blythe, ich schätze wir hatten nicht mehr als 45 °C,. Selbst Bärle war es nicht zu heiß auf meinem Gepäckträger.

Die Strecke führte uns über 100 Meiles durch Salzwüste, Sand und Felsen, es war Zeit mal wieder ans Tanken zu denken. Die einzige Tankstelle irgendwo im Nichts war allerdings "out of stock" und da wir nicht ganz auf Reserve fuhren,setzen wir uns weiter auf der no. 190 in Richtung des Ortes Lone Pine in Bewegung, welcher auf dem Freeway no. 395 liegt. 

Das Death Valley gehört bereits wieder zu Californien und so waren wir in dem Bundesstaat angelangt, in welchem wir gestartet waren. 

Auf der 395 angekommen hieß es Abschied nehmen von Marta - einer sehr charmanten Mexikanerin und Carlos, ihrem nicht minder charmaten deutschen Ehemann mit spanischer Abstammung. Sie machten sich auf in Richtung Süden, da sie ja von Mexiko aus gestartet waren. Der Abschied war kurz und herzlich und irgendwie trauerten wir der schönen Woche nach, die wir zusammen erlebt hatten. Ein Wiedersehen in Mexiko wäre eine echt tolle Sache.

bye bye and keep cool...

Ralf und ich machten eine Pause in Lone Pine. Ein sehr stolzer Gockel interessierte sich sehr für meine Heritage.. aber vielleicht wollte er auch mit Bärle anbändeln.

In Lone Pine ist der Mount Whitney zu sehen, welcher mit 4418 Metern der höchste Berg der USA ist (außer Alaska) . Innerhalb von 100 Meilen waren wir also am tiefsten und am höchten Punkt der USA angelangt.

Wir folgten der 395 nach Norden

In Mammoth Lakes einem sehr bekannten Wintersport Ort suchten wir uns eine Übernachtungsnöglichkeit... Schön aber auch teuer, wie in einem sochlen Ort nicht anders zu erwarten. Der Besitzer der Sierra Lodge, in welcher wir Quartier fanden, ist ein Bayer, den es wegen dem Wintersport hierhier verschlagen hat. Mammoth Lakes hatte im letzten Winter 20 Meter Schnee zu verzeichnen - unvorstelltbar - das ist halt Amerika, alles ist größer und breiter, selbst der Schnee ist XXL...

 

back to California ... 80 miles

Donnerstag, 01.09.2011

ChNach dem anstrengenden Abend gestern, hatten wir alle die Schnautze ziemlich voll von Las Vegas. Aber eigentlich waren wir ja hier, weil wir einen Hilkopterflug über den Grand Canyon machen wollten.... wollten, Carlos und Marta hatten dies schon mal gemacht und hatten nicht wirklich Lust dazu, zumal der Flug ziemlich teuer ist. Und Ralf war einfach nicht gut drauf, Vegas lag ihm überhaupt nicht und er wollte ja auch nicht wirklich hier her. 

Ich machte den Flug, hatte mich doch so drauf gefreut, das war mein Geburtstagsgeschenk an mich!!!

Abgeholt wurde ich von einer Strechlimo

und das war nur gut, unbeschreiblich, ich lasse einfach Bilder sprechen:

Las Vegas - Lake Mead

 

Grand Canyon

Die anderen hatten es sich gemütlich bei einem Bummel durch Las Vegas gemütlich gemacht.

Wir trafen uns am frühen Nachmittag in der Hotellobby und dann gings auf in Richtung Death Valley.

In Shoshone fanden wir irgendwo im Nichts ein kleines lauschiges Nachtlager.

Der Ort hat eine Tankstelle, ein Rrestaurant, einen General Store und eine Lodge. Preise total überhöht, aber jeder der hier Halt macht, bezahlt was es kostet... ich muss sagen es hatte einen gewissen Charme so mitten im Nichts. 

 

From paradise to hell … lost in Las Vegas … 320 miles

Mittwoch, 31.08.2011

Der Tag fing richtig gut an, die morgendliche Sonne  spiegelte sich im Chrom unserer Harleys. Meine Black Beauty und ich waren zwischenzeitlich ein eingespieltes Team. Wir
verließen das verschlafene Escalate nach einem etwas dürftigem Frühstück. Die Landschaft war einfach herrlich und die kleinen aber feinen Straßen auch.

Unser nächstes Ziel war der Bryce Canyon. Hier tat sich wieder eine ganz andere Seite der Natur auf. Roten Säulen, wie Palisaden aneinandergereiht bildeten eine farbreichen Kontrast zum blauen Himmel und den grünen Bäumen.

Wer sagt Frauen wären geschwätzig und Männer eher wortkarg, der irrt. Unsere Jung brachten es fertig mit Blick auf Schönheit des Bryce Canyons Kuchenrezepte auszutauschen…. Also frau macht sich über die Details des Kuchenbackens nicht so viele Gedanken…

Da wir noch ein volles Tagesprogramm hatten verzichteten wir darauf den Park ganz zu durchfahren. Aufsitzen, weiter geht’s, doch wo war Ralf? Ah er hielt mal wieder ein Schwätzchen…  Auf jetzt, wir haben noch viel vor.

Der Weg in Richtung Zion Nationalpark war gesäumt von Felsen, Wäldern und weiten saftigen Weiden,  auf welchen glückliche Pferde und Kühe zu finden waren, sie waren zwar nicht lila, dafür aber dunkelbraun und schwarz. Da schau mal, ein Cowboy auf einem Pferd und ein Hund hilft ihm auch noch die Kühe zusammenzutreiben…

Dachten wir es kann keine Steigerung mehr zum Bryce Canyon geben, so lehrte uns der Zion etwas anderes. Hier waren es nicht roten Säulen sondern massive graue Felshöcker.

Einer bulliger und wuchtiger als der andere. Tannen schaften es auf diesen glatten massiven Felswänden noch Halt zu finden.

Serpentinen führten hinab zum Tal und unsere Kameras hatten viel zu tun. Die Jungs machten kurz stopp – sie mussten ein Tablette einwerfen… Habt ihr Kopfschmerzen oder was ist los? Ne ach was, nur eine Koffeintablette, sonst halten wir das heut nicht durch… was man(n) so alles braucht?

 

Ja unser nächstes Ziel sollte Las Vegas sein, aber es waren noch ca. 120 Meilen bis dahin und 200 hatten wir schon hinter uns.  Eigentlich wollten wir den wunderschönen Tag
– Carlos und Martas 11. Hochzeitstag - nicht mit Stress beenden. Aber ein Stück müssen wir den Highway schon noch abfahren. Wir können ja in Mestique raus und da übernachten. Ich fahr mal vor, irgendwo vor dem Highway no. 15 sollten wir noch kurz Rast machen, zum Jacke anziehen, tanken etc. – gut ich vor vorne drauss. Da ich aber den Foto um den Hals und keine Jacke an hatte hielt ich das Tempo etwas gemütlicher.  Da war eine schöne Westernranche mit  Imbiss - sollen wir da kurz halten? Nein fahr
weiter. Irgendwie sind wir dann auf einem breiteren Freeway gelandet. Carlos war mein Tempo etwas zu gemütlich und er überholte – kein Problem – aber Carlos gab richtig Gas und bog auf den Highway. Mist er war so schnell, ich konnte ihn ohne Jacke und mit dem Foto um den Hals nicht einholen. Ich musste dringend tanken und meine Jacke anziehen – ich fahr die nächste Abfahrt runter…  Ralf folgte mir und irgendwie tauchte dann auch Carlos auf… 

 Die Dame an der Tanke sagte 2 Stunden nach Vegas, es war jetzt 17 Uhr, also fahren wir durch. Ein heißer Wüstenwind wehte uns entgegen, die Sonne stand tief am Himmel und es war immer noch sehr heiß. Der Highway führte durch Berge, die keine Abkühlung
brachten. Es war eine Wohltat auf der Überholspur im Schatten der Trucks zu
fahren. Die Abfahrt Mestique kam und nachdem keiner der Männer anstalten machte abzubiegen fuhren wir weiter, jetzt gab es kein Zurück mehr. Las Vegas wir kommen. 


Wir passierten wieder die Ausfahrt UTE, welche ich noch vom letzten Mal in Erinnerung hatte. Heute weiß ich, dass dies ein Ort im Indianerreservat ist. Wir spulten Meile um Meile ab,  nach der Abfahrt Ute waren es nur noch 30 miles. Da, die Skyline von Vegas war am Horizont zu erkennen, langsam kam sie näher und es waren schon die bekannten
Wolkenkratzer der Casinos klar zu unterscheiden.

Obgleich ich Tourguide war, wußte ich nicht welche der tausend Abfahrten die richtige war. Als wir auf Höhe der ersten Wolkenkratzer kamen verließen wir den Highway. Leider zu früh, irgendwie schienen wir uns immer weiter vom Las Vegas Boulevard zu entfernen. Carlos übernahm die Führung und last not least fanden wir nach 30 Minuten Irrfahrt
dann doch den Weg auf den Strip. Nachdem Carlos und Marta nicht im Luxor
überrnachten wollten, da sie hier schon schlechte Erfahrung gemacht hatten,
überließen wir ihnen die Hotelauswah. Es war ja Mittwoch, da müßten die Raten
etwas günstiger sein. Zuerst steuerten wir Cesars Palace an, dann das Mandalay Bay… Die Preise waren ziemlich happig, also dann doch das Luxor.

Ralf und Marta warteten bei den Bikes während Carlos und ich nach Zimmer fragten. Irgendwie hatten wir einen Nebeneingang genommen. Wir liefen und liefen, kein
Registration Desk in Sicht. Wir fragten und mußten feststellen, dass wir bereits im Hotel Excalibur waren. Also Weg wieder zurück. Als wir nach langem Warten endlich an die Reihe kamen, akzeptierten wir den Zimmerpreis, obwohl er nicht wesentlich unter den anderen Raten lag. Rod Stuard war in Vegas und die Hotels waren gut besucht… 

Wir fanden dann auch relativ schnell unsere Gefährten. Ups wie machen wir das mit dem
schweren Gepäck?  Ich schlug vor, wir fahren auf den Hotelparkplatz, von dort gab es einen Hintereingang zum Hotel.  Ralf erklärte mir wo der Parkplatz sei:  Zweimal links abbiegen, - ja weiß ich, war schon mal da. .. Die Jungs fuhren flott vorne weg, einmal
links, zweimal links… hey wieso fahrt ihr weiter? Es hieß links und nicht gerade
aus… ich fuhr auf auf den Parkplatz und wartete geduldig, bis die Jung den Weg
zurück gefunden hatten.  

Nun mit dem schwere Gepäck  eine halbe Weltreise zu den Zimmern. Westtower, an zwei Starbucks Kaffees vorbei und dann links um die Ecke zum Aufzug… Mein Gepäck war tierisch schwer, ich konnte nicht Schritt halten. Ein nettes Mädel erklärte den Weg, aber wer weiß wo die Jungs da hin geschaut hattem statt zu zu hören... Ich machte schon fast schlapp… da kamen sie mir wieder entgegen…  total falsch, na super, ich lauf keinen Meter mehr mit meinem Gepäck. Ich ließ mir einen Boy kommen, der brachte mir das Gepäck aufs Zimmer, was noch den Vorteil hatte, dass der den Weg wußte. 

Wir hatten Durst wie Sau, Ralf hatte noch Dosenbier im Gepäck, aber das war
brühwarm… Habt ihr schon mal Bier mit Eiswürfeln getrunken?  Es gibt nichts besseres wenn man richtig durstig ist.

Wir waren ja sehr schnell nach Vegas gefahren und hatten gerade mal 1,5 Stunden gebraucht, so um 18.30 waren wir ihr. Nun war 22.00 Uhr. Wir waren fix und fertig und hatten keinen Bock mehr Vegas bei Nacht zu bewunder  Wir hatten Hunger, also ab noch etwas essen... Gehn wir doch in den Foodcourt... Ich hatte schon essen bestellt, kommt Carlos, stornier das mal, hier gibt es kein Bier, wir gehn ins Hardrock Cafe, das hat Bier. ... Als wir die Rechnung bekamen, waren wir leicht geschockt ... Las Vegas eben - Geld spielt keine Rolle.

Der Weg zum Zimmer war auch rechgt kompliziert, also wir verirrten uns quasi auch nochmals, aber wir waren so fertig und müde, gleich ins Bett und pennen.... noch nicht mal Energie zum Road Book schreiben.

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